Zu einem hervorragenden Beispiel guter Zusammenarbeit im Kreis Nord ist unsere Präsenz auf dem Stadtfest Winterhude geworden, das am 15. und 16. September 2018 auf dem Mühlenkamp und Umgebung gefeiert wurde. Wir Mühlenkamper*innen sorgten für die Infrastruktur (Anmeldung, Auf- und Abbau, Material etc.) und 20 Genoss*innen aus dem gesamten Kreis besetzen den Stand. Das hat richtig gut funktioniert und zudem Spaß gemacht.

Mit Ksenija Bekeris, Dorothee Martin, Jan Quast, Jenspeter Rosenfeldt und Urs Tabbert standen gleich fünf Mitglieder der Bürgerschaft bei einer offenen Sprechstunde den Besucher*innen Rede und Antwort. Aus der Bezirksversammlung unterstützen uns Alexander Kleinow, und „unsere“ Dagmar Wiedermann hatte sozusagen ein Heimspiel. Unser Erster Bürgermeister Peter Tschentscher ließ nicht nehmen, in seinen Distrikt zu kommen und sich an den Infostand zu stellen, der nur wenige Meter von seiner ehemaligen Studentenbude entfernt stand.

Thematisch hatten wir die Themen Europa und „Mieten und bezahlbares Wohnen“ vorbereitet – zu letzterem haben wir ein Flugblatt verfasst. Viele Bürger*innen haben die Gelegenheit zum Gespräch  genutzt: Da ging es um die zu geringe Rente, die das HVV-Ticket von Horn nach Winterhude schon zu einer zu überlegenden Ausgabe werden ließ. Es ging um die Verkehrspolitik, die wahlweise zu viel oder zu wenig für Radfahrer*innen tut, oder um den Fluglärm. Und immer wieder ging es um die Wohnungsnot und besonders das Fehlen von bezahlbaren Mietwohnungen. Die Initiative SOS Mühlenkampkanal passte den Besuch von Peter Tschentscher zeitlich ab, um ihre Ablehnung des Neubaus an der Dorotheenstraße zu wiederholen. Weil hier 60 neue Wohnungen zu günstigen Mietbedingungen entstehen sollen, unterstützt die SPD dieses Projekt.

Die Gespräche geben uns wertvolle Anregungen für unsere Arbeit und geben einen Eindruck, wie die Stimmung der SPD gegenüber ist. Viele Bürger’innen forderten uns auf, eine soziale und gerechte Politik in Hamburg und in Berlin durchzusetzen. Gegenwind gab es u.a. von Menschen, die Steuergelder nur für Deutsche ausgeben wollen und die forderten, Deutschland solle sich aus jeder Außenpolitik raushalten: beidem wird sich die SPD nie anschließen.

Auf einem Fest darf und muss auch Platz für etwas Spaß sein: unser Glücksrad erfreute sich nicht nur bei Kindern großer Beliebtheit, und auch die mit Helium gefüllten Luftballons mit der Aufschrift „Rassismus in den Wind schließen“ wurden gern mitgenommen. Sogar die Kugelschreiber, von Kritikern der Infoständen gern verspottet, waren am Sonntag schlichtweg alle.

Gelungen war das Fest für uns auch deswegen, weil wir die Unterstützung der SPD Nord hatten. Vor allem aus dem Kerngebiet hatten sich Genoss*innen gemeldet, um am Stand eine Schicht zu übernehmen. Niemand war sich dann zu schade, Ballons mit Helium zu füllen oder mit den Kindern das Glücksrad zu drehen oder Flugblätter zu verteilen: alle haben mit angepackt und den Stand zu einem Forum für einen lebendigen Dialog zwischen SPD und Bürger*innen werden lassen.

Ein Beitrag von Andreas Bunkus (SPD Mühlenkamp)