Unternehmen operieren weltweit und auch in unsicheren Kontexten. Geschützt werden die Unternehmen dabei oft durch internationale Investitionsschutzabkommen, die ihnen, zusätzlich zu den lokalen Rechtssystemen, eine gewisse Rechtssicherheit ermöglichen. Demgegenüber findet der Schutz der Interessen von Arbeitnehmern, lokaler Bevölkerung und der Umwelt nur über die lokalen Rechtssysteme statt, mit allen ihren Schwächen von mangelnder staatlicher Präsenz bis Korruption.
Um diese Interessen auch in unsicheren Kontexten zu schützen, wird von der Lieferketteninitiative gefordert, dass deutsche Unternehmen verpflichtet werden, weltweit ihr Handeln an menschenrechtlichen Standards ausrichten müssen – unabhängig vom lokalen Kontext und mit Haftung bei Nichtbeachtung. Wohin ein Unternehmen seine Produktion auch verlagert – die Menschenrechte kommen mit.

In unserer Veranstaltung wollen wir diesen Ansatz mit Experten von NGOs und Unternehmen diskutieren und der Frage nachgehen:

Brauchen wir die Pflicht für Unternehmen, sich weltweit an Menschenrechte zu halten?

Diskussionsveranstaltung mit:
Waleria Schüle Consultant bei twentyfifty
Michael Bader Legal Adviser bei ECCHR
Maren Leifker Referentin bei Brot für die Welt
Lisa Jaspers Gründerin von FOLKDAYS

Wann?
am Samstag, den 16. November von 13 bis 16 Uhr
Wo?
in der Kunstklinik Eppendorf, Martinistraße 44a